Im Jahr 2025 ist der Sanierungskredit für viele Hausbesitzer in Deutschland nicht mehr nur eine Option, sondern fast eine Notwendigkeit. Mit über 52 % der Wohngebäude in Deutschland energetisch veraltet, steht eine massive Welle an Renovierungen an. Doch die Finanzierung wird immer komplexer. Während die Zinsen für klassische Baukredite stabil bleiben, steigen die Kosten für Sanierungskredite leicht an - und das hat direkte Auswirkungen auf Ihre Renovierungspläne.
Warum sind Sanierungskredite teurer als Baukredite?
Viele Hausbesitzer sind überrascht, wenn sie sehen, wie viel teurer ein Sanierungskredit im Vergleich zu einem normalen Immobiliendarlehen ist. Im Jahr 2025 liegt der durchschnittliche Effektivzins für einen 10-jährigen Baukredit bei 3,6 %. Für einen Sanierungskredit hingegen müssen Sie mit 5,5 % bis 6,5 % rechnen. Das ist kein Fehler - es ist System.Banken sehen Sanierungskredite als risikoreicher an. Warum? Weil sie nicht an eine Immobilie mit hoher Beleihungsgrenze gebunden sind. Ein klassisches Baukredit-Darlehen wird oft bis zu 80 % des Immobilienwerts vergeben. Ein Sanierungskredit dagegen wird meist als unbesichertes Ratenkredit-Darlehen vergeben - bis zu 50.000 Euro, ohne Grundbucheintrag. Das bedeutet: Wenn Sie nicht zahlen können, kann die Bank nicht einfach die Immobilie verkaufen, um ihren Verlust auszugleichen. Deshalb verlangen sie höhere Zinsen.
Doch es gibt eine Ausnahme: Wenn Sie die Sanierung mit staatlicher Förderung kombinieren, sinkt das Risiko für die Bank - und damit auch der Zins. Die KfW-Förderung für energetische Sanierungen (Programm 151/152) kann bis zu 90.000 Euro an Tilgungszuschüssen bringen. Banken bevorzugen Kredite, die mit solchen Zuschüssen verbunden sind - sie wissen: Die Wahrscheinlichkeit, dass der Kredit zurückgezahlt wird, steigt deutlich.
Wer bietet die günstigsten Sanierungskredite 2025?
Nicht alle Banken sind gleich. Die Preise für Sanierungskredite variieren stark - je nach Anbieter, Bonität und Verwendungszweck.- ING Deutschland bietet 5,79 % Effektivzins für Kredite zwischen 5.000 und 50.000 Euro - bonitätsunabhängig. Ab 40.001 Euro gibt es zusätzlich 0,20 % Zinsrabatt, wenn Sie eine nachhaltige Sanierung planen.
- DKB hat ähnliche Konditionen: ebenfalls 5,79 %, mit einem besonders einfachen Antragsverfahren für energetische Maßnahmen. Die Bearbeitungszeit liegt bei durchschnittlich 3,2 Werktagen - deutlich schneller als bei Filialbanken.
- Sparkassen bieten zwischen 4,59 % und 6,37 %. Hier lohnt sich der Vergleich: In Regionen mit starker Förderförderung (z. B. Nordrhein-Westfalen oder Bayern) bekommen Sie oft bessere Konditionen, wenn Sie KfW-Mittel beantragen.
- Volksbanken und Raiffeisenbanken liegen bei 5,5 % bis 7,5 %. Hier ist die persönliche Beratung oft stärker - aber auch die Zinsen höher.
- Deutsche Bank und Commerzbank verlangen bis zu 8,0 %. Diese Banken setzen eher auf große Kredite oder Kunden mit hohem Einkommen - für den durchschnittlichen Hausbesitzer lohnt sich der Vergleich meist nicht.
Ein entscheidender Faktor: Die Angabe des Verwendungszwecks. Wer bei Verivox oder Check24 als Zweck "energetische Sanierung" angibt, erhält im Durchschnitt 0,45 Prozentpunkte niedrigere Zinsen. Das ist kein Trick - die Systeme erkennen, dass Sie eine Maßnahme finanzieren, die staatlich gefördert wird. Und das reduziert das Risiko für die Bank.
Wie stark steigen die Zinsen wirklich - und warum?
Die Zinsen für Sanierungskredite sind 2025 leicht gestiegen. Im August lagen sie noch bei 5,62 %, im September bei 5,79 %, im Oktober bereits bei 5,87 %. Das ist kein Sprung - aber ein klarer Trend. Gleichzeitig bleiben die Bauzinsen stabil bei 3,6 %. Die Differenz zwischen beiden hat sich auf 2,2 Prozentpunkte vergrößert - nach nur 1,8 Prozentpunkten im Jahr 2024.Warum? Weil die Europäische Zentralbank (EZB) zwar den Leitzins seit Oktober 2025 nicht mehr angehoben hat - er liegt bei 2,65 % -, aber auch nicht weiter gesenkt hat. Die Inflation im Euroraum ist mit 2,1 % stabil, aber noch immer über dem Ziel von 2 %. Banken rechnen mit einer weiteren Zinsstabilität - und setzen daher höhere Risikoaufschläge bei ungesicherten Krediten an.
Experten wie der Dr. Klein Expertenrat erwarten, dass sich die Zinsen bis Ende 2025 stabilisieren - zwischen 5,5 % und 6,0 %. Ein Rückfall auf die Tiefstände von 2021 (unter 3 %) ist ausgeschlossen. "Das aktuelle Niveau ist das neue Normal", sagt Zinsexperte Florian Pfaffinger. Wer heute plant, muss akzeptieren: Die Zeiten der fast kostenlosen Kredite sind vorbei.
Wie Sie Ihre Sanierung trotz hohen Zinsen günstiger machen
Sie können nicht die Zinsen beeinflussen - aber Sie können Ihre Kosten senken. Hier sind die drei wirksamsten Hebel:- Beantragen Sie KfW-Fördermittel vor Baubeginn. 65 % der Nutzer auf Trustpilot berichten, dass die Kombination aus KfW-Zuschuss und günstigem Sanierungskredit ihre Gesamtkosten um 20-40 % reduziert hat. Der Tilgungszuschuss wird direkt auf Ihr Darlehen angerechnet - Sie zahlen weniger Zinsen, weil der Kreditbetrag niedriger ist.
- Wählen Sie den richtigen Verwendungszweck. Bei Online-Vergleichsportalen wie Verivox, Check24 oder Smava müssen Sie nicht nur "Sanierung" eingeben - sondern explizit "energetische Sanierung". Wer das tut, spart durchschnittlich 0,45 Prozentpunkte. Das ist bei einem 30.000-Euro-Kredit eine Ersparnis von über 135 Euro pro Jahr - über 10 Jahre sind das mehr als 1.350 Euro.
- Stellen Sie Ihre Bonität sicher. Ein Schufa-Score über 950 Punkte senkt den Zins um durchschnittlich 0,83 Prozentpunkte. Das bedeutet: Wenn Sie 6,5 % bekommen, könnten Sie mit guter Bonität nur 5,67 % zahlen. Überprüfen Sie Ihre Schufa-Auskunft mindestens drei Monate vor dem Antrag - und korrigieren Sie eventuelle Fehler.
Wer nur auf den niedrigsten Zins schaut, verliert oft Geld. Die Bearbeitungszeit ist entscheidend. Bei Online-Banken wie DKB oder ING dauert die Genehmigung durchschnittlich 3,2 Werktage. Bei Sparkassen sind es 14,7 Tage - und das, obwohl sie oft die besten Konditionen für geförderte Projekte haben. Wenn Sie schnell sanieren müssen, zahlt sich die Online-Bank aus. Wenn Sie Zeit haben und Fördermittel nutzen wollen, ist die Sparkasse die bessere Wahl.
Die größten Fehler bei Sanierungskrediten 2025
Viele Hausbesitzer machen denselben Fehler - und zahlen dann mehr als nötig.- Fehler 1: Fördermittel nach dem Bau beantragen. Die KfW verlangt: Der Antrag muss vor Baubeginn eingereicht werden. Wer das vergisst, verliert bis zu 90.000 Euro Zuschuss - und damit die Chance, die Zinsen effektiv zu senken.
- Fehler 2: Nur auf den Zinssatz schauen. Ein Kredit mit 4,9 % Zins, aber 15 Jahren Laufzeit, kann teurer sein als ein Kredit mit 5,8 % und 10 Jahren Laufzeit. Rechnen Sie immer den Gesamtkreditbetrag inklusive Zinsen aus - nicht nur die monatliche Rate.
- Fehler 3: Die Bonität ignorieren. 78 % der Nutzer auf finanzfrage.net berichten, dass sie ihre Schufa nicht überprüft haben - und dann überrascht waren, dass sie 1,5 Prozentpunkte mehr Zins zahlen mussten. Eine gute Bonität ist kein Luxus - sie ist eine finanzielle Notwendigkeit.
Ein weiterer oft übersehener Punkt: Die Kreditlaufzeit. Viele wählen 15 Jahre, weil die monatliche Rate niedriger ist. Aber bei einem Sanierungskredit mit 6 % Zins zahlen Sie über 15 Jahre fast 30 % mehr an Zinsen als bei 10 Jahren. Wenn Sie es sich leisten können, wählen Sie die kürzere Laufzeit - es lohnt sich.
Was kommt nach 2025?
Die Prognosen für 2026 sind vorsichtig optimistisch. Die EZB könnte den Leitzins noch einmal um 0,25 Prozentpunkte senken - aber nur, wenn die Inflation deutlich unter 2 % fällt. Das ist unwahrscheinlich. Die Zinsen für Sanierungskredite werden daher nicht deutlich sinken. Aber sie werden auch nicht explodieren. Die Banken haben gelernt: Wer zu hohe Zinsen verlangt, verliert Kunden an Online-Anbieter.Die Zukunft liegt in der Kombination: günstiger Kredit + staatliche Förderung + digitale Abwicklung. Wer das versteht, kann auch bei Zinsen über 5 % eine sinnvolle und bezahlbare Sanierung durchführen. Die Zeiten, in denen man einfach auf den niedrigsten Zins schaute, sind vorbei. Jetzt geht es um Strategie.
Wie hoch sind die Zinsen für Sanierungskredite 2025 im Durchschnitt?
Im Jahr 2025 liegen die durchschnittlichen Effektivzinsen für Sanierungskredite zwischen 5,5 % und 6,0 %. Bei Online-Banken wie ING oder DKB sind es 5,79 %, bei Sparkassen je nach Region zwischen 4,59 % und 6,37 %. Bei schlechter Bonität oder ohne Förderung können Zinsen bis zu 8,0 % betragen.
Warum sind Sanierungskredite teurer als Baukredite?
Sanierungskredite sind oft unbesicherte Ratenkredite, während Baukredite an die Immobilie gebunden sind und eine höhere Beleihungsgrenze haben. Banken sehen Sanierungskredite als riskanter an, da sie im Falle eines Zahlungsausfalls nicht einfach die Immobilie verkaufen können. Deshalb verlangen sie höhere Zinsen - meist 1,5 bis 4,4 Prozentpunkte mehr als bei klassischen Baukrediten.
Kann ich mit KfW-Förderung den Zins senken?
Ja, und zwar deutlich. Die KfW gewährt bis zu 90.000 Euro Tilgungszuschuss für energetische Sanierungen. Dieser Zuschuss reduziert den Kreditbetrag - und damit auch die Zinslast. Wer KfW-Mittel nutzt, spart durchschnittlich 20-40 % an Gesamtkosten. Wichtig: Der Antrag muss vor Baubeginn gestellt werden.
Welcher Anbieter ist der beste für Sanierungskredite?
Für schnelle, unkomplizierte Kredite ohne Grundbucheintrag sind ING und DKB die besten Optionen mit 5,79 % Effektivzins. Für geförderte Projekte lohnt sich die Sparkasse - oft mit besseren Konditionen, wenn Sie KfW-Mittel einbinden. Online-Vergleichsportale wie Verivox helfen, den günstigsten Anbieter zu finden - besonders wenn Sie "energetische Sanierung" als Verwendungszweck angeben.
Wie lange dauert die Genehmigung eines Sanierungskredits?
Bei Online-Banken wie DKB oder ING dauert die Genehmigung durchschnittlich 3,2 Werktage. Bei Sparkassen und Volksbanken liegt die Bearbeitungszeit bei 14,7 Tagen - oft wegen der komplexen Prüfung von Förderanträgen. Wer schnell sanieren muss, sollte auf Online-Banken setzen. Wer Fördermittel will, braucht mehr Zeit.
Macht es Sinn, einen Sanierungskredit mit 15 Jahren Laufzeit zu nehmen?
Nur, wenn Ihre monatliche Belastung sonst zu hoch wäre. Bei 6 % Zins zahlen Sie bei 15 Jahren Laufzeit fast 30 % mehr an Zinsen als bei 10 Jahren. Eine kürzere Laufzeit ist finanziell günstiger - vorausgesetzt, Sie können die höhere Rate tragen. Rechnen Sie immer den Gesamtkreditbetrag inklusive Zinsen aus - nicht nur die Rate.
thord grime
Januar 4, 2026 AT 08:20hab das mit den kfw-zuschüssen letztes jahr gemacht und spart echt massig. war total überrascht wie einfach das läuft, wenn man vorher alles richtig macht.
Elsy Hahn
Januar 4, 2026 AT 21:255,79 % bei ing? na super. und ich dachte, ich bin mit 7,2 % schon gut bedient. die banken machen uns doch nur noch fertig, oder?