Stellen Sie sich vor, Sie kochen gerade abends, der Gefrierschrank im Keller läuft, die Ladestation für Ihr Elektroauto ist angeschlossen - und plötzlich springt die Sicherung raus. Oder worse: Sie bemerken gar nichts, bis es zu spät ist. Ein überhitzter Steckdosenanschluss, ein veralteter Sicherungskasten oder ein defekter Fehlerstromschutzschalter - all das kann unsichtbar bleiben, bis es zu einem Brand oder einem tödlichen Stromschlag kommt. In Österreich und Deutschland sterben jedes Jahr Dutzende Menschen durch elektrische Unfälle in eigenen vier Wänden. Die gute Nachricht: Die meisten dieser Fälle sind vermeidbar. Mit einer regelmäßigen Prüfung der Elektroinstallation können Sie gefährliche Mängel frühzeitig erkennen und beheben.
Warum Sie Ihre Elektroinstallation nicht ignorieren dürfen
Viele Hausbesitzer denken, dass eine Elektroinstallation, die vor 10, 20 oder sogar 30 Jahren installiert wurde, einfach „funktioniert“ und deshalb sicher ist. Das ist ein gefährlicher Irrtum. Die Technik hat sich verändert, die Ansprüche sind gestiegen. Früher reichte ein Stromkreis für Licht, Radio und einen Fernseher. Heute haben Sie Smart Home-Systeme, mehrere Laptops, Kaffeemaschinen, Waschmaschinen, Trockner, eine Wallbox für das Elektroauto und vielleicht sogar eine Photovoltaikanlage. All das zieht Strom - und oft viel mehr, als die alte Leitung je ausgelegt hat. Laut der deutschen Norm DIN VDE 0100-600 sollte eine Elektroinstallation in Wohngebäuden alle vier Jahre geprüft werden. In der Schweiz ist die Frist länger - alle 20 Jahre - aber bei einem Verkauf ist eine Prüfung Pflicht. In Deutschland ist die Prüfung nicht gesetzlich vorgeschrieben, wenn es sich um eine private Immobilie handelt. Das bedeutet: Es liegt ganz bei Ihnen. Und genau hier liegt das Problem. Viele Eigentümer warten, bis etwas passiert. Dabei ist eine Prüfung nicht teuer - sie ist eine Versicherung für Leben und Eigentum.Was genau wird beim E-Check geprüft?
Der E-Check ist kein bloßer Blick ins Sicherungskasten. Es ist ein standardisierter, professioneller Prüfprozess, den nur zertifizierte Elektrofachbetriebe durchführen dürfen. Dabei werden fünf Kernbereiche untersucht:- Sichtprüfung: Der Elektriker schaut sich alle sichtbaren Teile an - Steckdosen, Schalter, Kabelverläufe, Leitungen in Kästen. Er sucht nach Rissen, Verbrennungsspuren, lockeren Klemmen oder übermäßig warmen Bauteilen. Eine Steckdose, die beim Einstecken heiß wird, ist ein klares Warnsignal.
- Isolationswiderstandsmessung: Mit einem speziellen Messgerät wird geprüft, ob die Isolierung der Kabel noch intakt ist. Ein Wert unter 1 MΩ ist kritisch. Das bedeutet: Strom kann durch feuchte oder beschädigte Isolierung „lecken“ - und das kann zu Kurzschlüssen oder elektrischen Schlägen führen.
- Schutzleiterwiderstand: Der Schutzleiter (die grün-gelbe Leitung) leitet Strom im Fehlerfall sicher in die Erde. Wenn sein Widerstand zu hoch ist, funktioniert der Fehlerstromschutzschalter nicht. Das Gerät könnte dann nicht abschalten, wenn jemand einen Stromschlag erhält.
- Funktionsprüfung der Schutzeinrichtungen: Jeder Fehlerstromschutzschalter (RCD) muss innerhalb von 0,3 Sekunden abschalten, wenn ein Fehler auftritt. Der Elektriker drückt den Testknopf an jedem Gerät - und prüft, ob es wirklich springt. Viele ältere Anlagen haben gar keinen RCD oder nur einen am Hauptverteiler, was bei moderner Ausstattung nicht mehr ausreicht.
- Überlastprüfung: Der Elektriker berechnet, wie viel Strom auf den einzelnen Leitungen fließt. Wenn zu viele Geräte an einem Stromkreis hängen - zum Beispiel ein Kühlschrank, eine Waschmaschine und eine Ladestation auf einem alten 16-Ampere-Kreis - droht Überlastung. Das führt zu Überhitzung, Schäden an Kabeln und im schlimmsten Fall zu einem Brand.
Ein guter E-Check dauert je nach Hausgröße zwischen zwei und vier Stunden. Der Prüfer dokumentiert jedes Ergebnis im Prüfprotokoll - und gibt Ihnen eine Mängelliste mit konkreten Handlungsempfehlungen.
Typische Mängel, die fast immer gefunden werden
In über 70 % der geprüften Wohnungen in Österreich und Deutschland werden mindestens ein bis drei kritische Mängel gefunden. Die häufigsten Probleme sind:- Kein oder defekter Fehlerstromschutzschalter: Besonders in Häusern, die vor 1990 gebaut wurden, fehlt oft ein RCD. Selbst wenn einer vorhanden ist, ist er manchmal abgeschaltet oder defekt. Ein RCD rettet Leben - er schützt vor Stromschlag, nicht nur vor Überlastung.
- Veraltete Sicherungskästen mit Sicherungen: Glühfaden- oder Schmelzsicherungen sind heute veraltet. Sie reagieren zu langsam und können bei Überlastung brennen, ohne abzuschalten. Moderne Leitungsschutzschalter (LS-Schalter) sind viel sicherer.
- Überlastete Stromkreise: Ein alter 16-Ampere-Kreis, der ursprünglich nur für eine Steckdose in der Küche gedacht war, heute aber Kaffeemaschine, Toaster, Mixer und Mikrowelle versorgt - das ist ein klassischer Fall. Die Leitung wird heiß, die Isolierung bricht ab.
- Defekte oder beschädigte Steckdosen: Lockere Kontakte, schwarze Verfärbungen, Risse - das sind Anzeichen von Überhitzung. Ein solcher Anschluss kann bei Berührung einen elektrischen Schlag verursachen.
- Keine Erdung bei Steckdosen: In alten Gebäuden sind oft nur zweipolige Steckdosen vorhanden - ohne Erdung. Das ist bei Geräten mit Metallgehäuse (wie Waschmaschinen oder Geschirrspülern) extrem gefährlich.
Die Initiative ELEKTRO+ warnt explizit: Smart Home-Systeme, Photovoltaikanlagen oder Wallboxen erhöhen die Belastung. Wenn die alte Installation nicht angepasst wurde, wird das Risiko exponentiell größer.
Wann ist eine Prüfung unbedingt nötig?
Sie müssen nicht warten, bis etwas passiert. Es gibt klare Anlässe, bei denen eine Prüfung Pflicht sein sollte - auch wenn sie nicht gesetzlich vorgeschrieben ist:- Beim Kauf einer Immobilie: Ob Sie ein Altbau oder ein Neubau kaufen - die Elektroinstallation ist ein entscheidender Faktor für den Wert und die Sicherheit. Ein E-Check vor dem Kauf gibt Ihnen Klarheit.
- Beim Mieterwechsel: Wenn Sie vermieten, haften Sie als Eigentümer für die Sicherheit der Anlage. Ein Prüfprotokoll schützt Sie rechtlich.
- Bevor Sie eine Wallbox installieren: Eine Ladestation für ein Elektroauto zieht bis zu 11 kW - das ist mehr als ein ganzes altes Haus brauchte. Ohne Prüfung kann das die gesamte Anlage überlasten.
- Beim Einbau einer Photovoltaikanlage: PV-Anlagen erzeugen Gleichstrom, der über Wechselrichter in das Hausnetz eingespeist wird. Das verändert den Stromfluss - und kann bestehende Schwachstellen sichtbar machen.
- Nach einer Renovierung: Wenn Sie Wände aufgerissen, neue Leitungen verlegt oder Steckdosen verschoben haben, muss die gesamte Anlage neu geprüft werden. Selbst kleine Änderungen können die Sicherheit beeinträchtigen.
Was Sie nach der Prüfung tun müssen
Wenn der Elektriker Mängel feststellt, bekommen Sie eine schriftliche Liste mit Prioritäten. Manche Mängel sind dringend, andere können in einigen Monaten behoben werden. Wichtig: Sie dürfen nicht einfach irgendeinen Elektriker beauftragen, um die Reparatur zu machen. Wenn der Prüfer ein unabhängiges Kontrollorgan ist - wie es in der Schweiz vorgeschrieben ist - dann sollte auch die Behebung von einem anderen Betrieb durchgeführt werden. So bleibt die Unabhängigkeit gewahrt.Die Mängelbehebung ist nicht nur eine Kostenfrage - sie ist eine Investition in Sicherheit. Ein neuer Fehlerstromschutzschalter kostet etwa 150 Euro, ein kompletter Sicherungskastenwechsel vielleicht 1.500 bis 3.000 Euro. Im Vergleich zu den Kosten eines Brandes oder einer Haftungsklage ist das wenig.
Die Dokumentation ist genauso wichtig wie die Prüfung selbst. Sie erhalten ein Prüfprotokoll mit allen Messwerten und Ergebnissen. Bewahren Sie es auf - es ist Ihr Nachweis, dass die Anlage sicher ist. Versicherungen fragen immer öfter danach. Und wenn Sie später verkaufen, ist ein aktueller E-Check ein Verkaufsargument.
Wie Sie den richtigen Prüfer finden
Nicht jeder Elektriker darf einen E-Check durchführen. Nur zertifizierte Innungsfachbetriebe, die an das Qualitätssiegel „E-Check“ gebunden sind, dürfen die Prüfung ausführen. Suchen Sie nach dem offiziellen E-Check-Siegel auf der Website des Betriebs oder fragen Sie direkt nach der Zertifizierung.Vermeiden Sie „Handwerker vom Straßenrand“, die einen Schnäppchenpreis anbieten. Die Prüfung braucht spezielle Messgeräte, fundiertes Wissen und Erfahrung. Ein falsch gemessener Isolationswiderstand oder ein nicht funktionierender RCD - das kann tödlich sein.
Ein seriöser Betrieb wird Ihnen vorab einen Preis nennen, die Prüfung schriftlich dokumentieren und Ihnen das Protokoll per E-Mail oder Papier aushändigen. Wenn er nur ein mündliches „Alles in Ordnung“ sagt - gehen Sie weg.
Was kommt als Nächstes?
Die Elektroinstallation wird immer komplexer. Mit der Digitalisierung, Elektromobilität und erneuerbaren Energien steigt die Belastung. Experten erwarten, dass die Prüffristen in Deutschland in den nächsten Jahren auf drei Jahre verkürzt werden - besonders für Wohngebäude mit Wallboxen oder PV-Anlagen.Auch Versicherungen rücken immer näher. Einige Anbieter verlangen bereits jetzt bei gewerblichen Immobilien einen E-Check als Voraussetzung für den Versicherungsschutz. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das auch für Privathäuser gilt. Wer jetzt nicht prüft, riskiert nicht nur seine Sicherheit - sondern auch seinen Versicherungsschutz.
Die Technik verändert sich - die Sicherheit muss mitziehen. Eine Elektroinstallation ist kein „set-and-forget“-System. Sie braucht Pflege. Wie ein Auto. Wie eine Heizung. Wie ein Rauchmelder. Wenn Sie nichts tun, wird die Zeit nicht Ihr Freund sein. Sie wird Ihr größter Risikofaktor.
Wie oft muss ich meine Elektroinstallation in meiner Wohnung prüfen lassen?
Laut DIN VDE 0100-600 sollte eine Elektroinstallation in Wohngebäuden alle vier Jahre geprüft werden. Das gilt für alle Häuser, unabhängig vom Alter. Bei älteren Anlagen oder bei erhöhter Belastung (z. B. durch Wallboxen oder Photovoltaik) ist eine Prüfung alle zwei Jahre sinnvoll. In der Schweiz ist die Frist alle 20 Jahre - aber bei einem Immobilienverkauf ist eine Prüfung verpflichtend.
Ist der E-Check gesetzlich vorgeschrieben?
In Deutschland ist der E-Check für private Wohnimmobilien nicht gesetzlich vorgeschrieben - nur für gewerbliche Betriebe und öffentliche Gebäude. Aber: Wenn ein Schaden eintritt und keine Prüfung nachgewiesen werden kann, kann die Versicherung die Leistung verweigern. Zudem haften Sie als Eigentümer rechtlich, wenn ein Mangel zu einem Unfall führt. Ein E-Check ist daher eine verantwortungsvolle Pflicht - auch wenn er nicht verpflichtend ist.
Was kostet eine Elektroinstallation-Prüfung?
Die Kosten hängen von der Größe der Wohnung oder des Hauses ab. Für eine kleine Wohnung (bis 80 m²) liegen die Preise zwischen 150 und 250 Euro. Für ein Einfamilienhaus (120-180 m²) rechnen Sie mit 300 bis 500 Euro. Dazu kommen eventuelle Mängelbehebungen, die separat berechnet werden. Der E-Check selbst ist eine Investition - und im Vergleich zu den Folgekosten eines Brandes oder einer Haftungsklage extrem günstig.
Kann ich die Prüfung selbst machen?
Nein. Die Prüfung erfordert spezielle Messgeräte, fundiertes Wissen über Normen und Erfahrung mit realen Installationen. Nur zertifizierte Elektrofachbetriebe dürfen den E-Check durchführen und ein gültiges Prüfprotokoll ausstellen. Selbst wenn Sie technisch begabt sind - Sie können keine rechtlich gültige Prüfung durchführen. Das ist nicht nur riskant, es ist auch rechtlich nicht zulässig.
Was passiert, wenn ich Mängel ignoriere?
Ignorieren Sie Mängel, riskieren Sie einen elektrischen Brand, einen tödlichen Stromschlag oder eine Haftungsklage. Versicherungen weigern sich oft, Schäden zu zahlen, wenn keine regelmäßige Prüfung nachgewiesen werden kann. In Mietobjekten können Mieter bei Schäden auf Sie als Vermieter klagen. Und in der Schweiz droht sogar eine Geldstrafe, wenn das Eidgenössische Starkstrominspektorat (ESTI) nach einer Mahnung feststellt, dass die Prüfung nicht durchgeführt wurde. Die Kosten einer Behebung sind immer geringer als die Folgen einer Unterlassung.
Erika Van Elst
Dezember 20, 2025 AT 08:31Endlich mal jemand, der nicht nur von der Sicherheit redet, sondern wirklich was tut. Ich hab vor zwei Jahren meinen alten Kasten rausgeworfen und einen neuen RCD einbauen lassen – seitdem schlafe ich ruhiger. Wer das nicht macht, ist einfach nur verantwortungslos.
Ich hab ne Nachbarin, die hat immer noch Glühfaden-Sicherungen. Ich hab ihr drei Mal gesagt, sie soll was tun. Sie sagt, das war doch gut genug für ihre Eltern. Ja, und? Wir leben nicht mehr in den 70ern.
Das ist kein Luxus, das ist Überleben.
Chris Bourke
Dezember 21, 2025 AT 04:46Ich meine, ist das nicht ein bisschen wie Angst vor dem eigenen Schatten? Wir haben doch schon Lichter, die sich von selbst einschalten, und Kühlschränke, die uns sagen, wann wir Milch brauchen. Aber eine einfache Steckdose? Ach nee, die muss geprüft werden. Wie viele Menschen sterben wirklich jährlich? 50? 100? Und wir machen daraus eine Apokalypse.
Ich glaube, wir sind zu sehr in unserer eigenen Sicherheit verliebt. Einfach mal riskieren, Leute. Leben ist kein Excel-Tabellen-Check.
Christoph Weil
Dezember 22, 2025 AT 22:16Die genannten Prüfstandards gemäß DIN VDE 0100-600 sind in der Tat verbindlich für qualifizierte Elektrofachkräfte. Die Isolationswiderstandsmessung muss bei 500 V DC durchgeführt werden, und der Schutzleiterwiderstand darf maximal 0,3 Ω betragen. Eine fehlerhafte Messung führt zu einer Nichtkonformität im Prüfprotokoll.
Es ist zu beachten, dass die Überlastprüfung nicht nur die Summe der angeschlossenen Geräte berücksichtigt, sondern auch den Lastfaktor und die Dauer der Belastung. Eine Wallbox mit 11 kW erfordert eine separate Leitung mit mindestens 6 mm² Querschnitt und einen separaten LS-Schalter.
Ein E-Check ist kein optionaler Service, sondern eine technische Notwendigkeit im Sinne der Betriebssicherheitsverordnung.
Jill Kummerer
Dezember 24, 2025 AT 00:29Wer nicht alle 2 Jahre prüft, ist ein gefährlicher Idiot. Punkt. Keine Ausreden. Keine Entschuldigungen.
Mein Nachbar hat vor 15 Jahren die Steckdose in der Küche nicht geprüft. Dann hat sich ein Kabel abgenutzt. Der Toaster hat gebrannt. Die ganze Wohnung war weg. Zwei Jahre später hat er nochmal eine neue gemacht. Und wieder keine Prüfung. Jetzt ist er wieder dran. Wer hat ihn gerettet? Niemand. Er hat nur Glück gehabt.
Wenn du nicht prüfst, bist du ein Mörder. Punkt. Ende. Schluss.
Susanne Faber-Davis
Dezember 24, 2025 AT 10:41Interessant, dass die Normen hierzulande so inkonsistent sind. In der Schweiz ist die Frist 20 Jahre, aber beim Verkauf muss geprüft werden – ein kluger Kompromiss zwischen Bürokratie und Realität. In Deutschland hingegen wird ein reiner Verhaltensdruck erzeugt, ohne rechtliche Konsequenzen. Das ist keine Sicherheitskultur, das ist eine Moralinszenierung.
Und dann kommt noch der E-Check-Siegel – ein Marketinginstrument, das von Innungen kontrolliert wird. Wer kontrolliert die Kontrolleure? Die Antwort: Niemand. Das ist das eigentliche Problem.
Wir brauchen unabhängige Prüfbehörden, keine Wirtschaftsverbände.
Ilse Steindl
Dezember 25, 2025 AT 20:31Ich hab vor drei Jahren mein Haus gekauft. Keine Ahnung, wie alt die Elektrik war. Hab den E-Check machen lassen. Hatte drei Mängel: keinen RCD, veraltete Sicherungen, und eine Steckdose, die beim Einstecken quietschte. Hab alles reparieren lassen. Kostete 1.200 Euro. Kein Drama. Kein Stress.
Jetzt schalte ich abends den Kaffeeautomat ein und denke: okay, das ist sicher. Das ist der Preis für Frieden. Man muss nicht alles perfekt haben. Man muss nur nicht sterben, weil man faul war.
Stefan Fallbjörk
Dezember 27, 2025 AT 17:54Ich hab meinen E-Check vor 5 Jahren gemacht. Der Typ hat mir gesagt, alles ist okay. Heute ist meine Waschmaschine kaputt. Und ich hab ne schwarze Spur an der Steckdose. Der Typ war ein Betrüger. Hatte ne falsche Zertifizierung. Die Firma existiert gar nicht mehr.
Und jetzt? Ich hab Angst, die Steckdose anzufassen. Ich hab 500 Euro bezahlt und jetzt hab ich ne Bombe in der Wand.
Wer verantwortlich ist für sowas? Niemand. Das System ist kaputt.
Wellington Borgmann
Dezember 28, 2025 AT 06:22Ich hab ne alte Wohnung. 1965 gebaut. Hatte noch keine Prüfung. Aber ich hab einen Rauchmelder. Und ich schalte immer alles ab, wenn ich geh. Ich hab kein Elektroauto. Keine Wallbox. Keine Photovoltaik. Ich hab eine Lampe. Und einen Kühlschrank. Und ne Kaffeemaschine. Das reicht.
Warum muss ich alles überprüfen? Ich lebe. Ich bin nicht paranoid. Ich hab keine Angst vor Strom. Ich hab Angst vor Leuten, die Angst verkaufen.
Ingo Erkenbrecher
Dezember 28, 2025 AT 16:47Die ganze Geschichte ist eine staatliche Täuschung. Wer hat das E-Check-Siegel erfunden? Die Elektrikerverbände. Wer profitiert davon? Die Elektriker. Wer zahlt? Wir. Wer kontrolliert? Niemand.
Und jetzt wird uns erzählt, dass wir ohne Prüfung keine Versicherung bekommen. Das ist Erpressung. Das ist kein Sicherheitsstandard, das ist ein Kartell. Die Regierung lässt das zu, weil sie Geld braucht.
Ich hab meine Anlage nie prüfen lassen. Und ich lebe noch. Was sagt das? Dass die Angst künstlich erzeugt wird. Die Zahlen sind erfunden. Die Todesfälle sind minimal. Der Rest ist Profit.
Max Duckwitz
Dezember 29, 2025 AT 17:14Es ist nicht nur die Installation. Es ist die Haltung. Die meisten Menschen denken, Technik funktioniert von allein. Das ist ein fataler Irrtum. Eine Elektroinstallation ist wie eine Zahnprothese. Wenn du sie nicht reinigst, wird sie kaputt. Wenn du sie nicht prüfst, wird sie tödlich.
Ich hab vor drei Jahren einen Elektriker beauftragt, der mir erklärte, dass 70 % der Anlagen in Deutschland nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen. Ich hab das nicht geglaubt. Bis ich meinen eigenen E-Check gemacht habe. Er hatte recht.
Es ist keine Frage des Geldes. Es ist eine Frage der Verantwortung.
Philipp Baumann
Dezember 30, 2025 AT 18:26Die Prüfung ist nicht das Problem. Das Problem ist die Ausführung. Die meisten Elektriker machen die Prüfung nur, um zu verkaufen. Sie finden Mängel, die nicht existieren. Sie übertreiben. Sie verlangen unnötige Reparaturen. Ich hab einen E-Check gemacht. 12 Mängel. Alles „kritisch“. Dann hab ich einen zweiten gemacht – von einem anderen Betrieb. Nur zwei Mängel. Beide waren real.
Das System ist korrupt. Die Zertifizierung ist ein Geschäftsmodell. Die Sicherheit ist nur das Etikett.
Wir brauchen unabhängige Prüfer. Nicht von Innungen. Nicht von Verbänden. Von der Behörde.
Hanna Ferguson-Gardner
Dezember 30, 2025 AT 21:01Deutschland ist das einzige Land, wo man für eine Steckdose einen Doktortitel braucht. In Frankreich oder Spanien macht das keiner. Warum? Weil sie nicht so paranoid sind. Wir machen aus jeder Kleinigkeit eine Katastrophe.
Ich hab ne alte Wohnung. Keine Prüfung. Kein RCD. Kein Problem. Ich hab nie einen Schlag bekommen. Ich hab nie ein Feuer gesehen. Also warum soll ich 400 Euro für eine Prüfung ausgeben, die nur jemandem nützt, der sie macht?
Angela Washington-Blair
Dezember 31, 2025 AT 14:28Ich hab ne Steckdose, die riecht nach verbranntem Plastik. Hab sie nicht ersetzt. Hab sie nur nicht benutzt. Jetzt hab ich ne Lampe, die ich mit einem Verlängerungskabel ans andere Ende des Zimmers stecke. Kein RCD. Kein Check. Aber ich hab Augen. Und Nase. Und Instinkt.
Manchmal reicht das. Manchmal ist der Mensch noch der beste Sensor. Die Technik ist nur ein Werkzeug. Nicht der Gott.
Riplex Wichmann
Januar 2, 2026 AT 02:15Ich hab eine Wallbox. Hab die Installation von einem Elektriker machen lassen. Der hat gesagt, ich brauche eine neue Leitung, einen neuen Kasten, einen neuen RCD. Alles neu. Hatte ich nicht. Hab ihn gefragt, ob das wirklich nötig ist. Er hat gesagt: Ja. Hab ich gemacht. Kostete 2.500 Euro.
Dann hab ich einen zweiten Elektriker beauftragt – für den E-Check. Der hat gesagt: Alles in Ordnung. Der erste hat mich übers Ohr gehauen.
Das ist kein Schutz. Das ist ein Räuberzug.
Kane Hogan
Januar 2, 2026 AT 19:14Es ist wichtig, die Prüfung nicht als Belastung, sondern als Teil der Verantwortung zu sehen. In Irland ist die Prüfung alle fünf Jahre vorgeschrieben – und die Compliance-Rate liegt bei über 90 %. Warum? Weil die Leute verstehen, dass es um Sicherheit geht, nicht um Bürokratie.
Wir sollten uns an solche Beispiele orientieren. Eine klare, verständliche Regelung, mit transparenten Kosten und unabhängigen Prüfern. Das ist der Weg nach vorne.
Ingeborg Kazensmelt
Januar 3, 2026 AT 05:13Ich bin Elektrikerin aus Norwegen. Hab vor 3 Jahren in Berlin einen E-Check gemacht. War schockiert. 8 von 10 Häusern hatten keine Erdung bei Steckdosen. Kein RCD. Alte Kabel. Das ist nicht nur gefährlich – das ist unmenschlich.
Ich hab einem alten Mann geholfen, der 70 war und keine Ahnung hatte, was ein RCD ist. Hab ihn zum Elektriker gebracht. Hatte Angst. Hatte kein Geld. Hab ihn überzeugt. Jetzt ist er sicher.
Das ist der wahre Wert einer Prüfung. Nicht der Preis. Nicht das Papier. Sondern das Leben, das gerettet wird.
Ernst Hörburger
Januar 4, 2026 AT 21:17Ich hab eine 1970er-Wohnung. Hab vor einem Jahr den E-Check machen lassen. Hatte drei Mängel. Hab sie alle beheben lassen. Hatte Angst. Hatte Stress. Hatte Kosten.
Jetzt schalte ich den Wasserkocher ein und denke: okay, das ist sicher. Ich hab kein Gefühl von Angst mehr. Ich hab ein Gefühl von Ruhe.
Das ist der Unterschied. Nicht die Technik. Nicht das Protokoll. Sondern das innere Gefühl, dass du nicht gerade einen Fehler machst, der dein Leben zerstören könnte.
Das ist es wert.